Chronik

Im Herbst 1995 setzten sich engagierte Menschen aus den Stadtteilen Mauenheim, Niehl und
Weidenpesch mit Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden vor Ort, dem Familien-
und Krankenpflegeverein Niehl/Weidenpesch sowie dem Caritasverband für die Stadt Köln e.V. zusammen,
um über die Situation einsamer Menschen in den Stadtteilen zu sprechen.

Der schnelle soziale Wandel bringt für viele Probleme mit sich, die von bestehenden sozialen Netzen nicht
mehr aufgefangen werden können. Folge ist der Verlust oder das Fehlen von Kontakten. Am 1. Juni 1997
startete die Nachbarschaftshilfe Kölsch Hätz für die Stadtteile Mauenheim/Niehl und Weidenpesch
.
Seitdem werden Menschen angesprochen, denen das soziale Klima im Viertel ein Anliegen ist und die sich
mit ihren Fähigkeiten und einem kleinen Zeitaufwand freiwillig engagieren möchten.

Der Aufbau der organisierten "Nachbarschaftshilfen Kölsch Hätz" ist eine Reaktion auf Veränderungsprozesse
in Stadtteilen und Kirchengemeinden der Großstadt Köln. Stabile, verlässliche Beziehungen in der nächsten
Umgebung nehmen ab und viele Menschen empfinden eine Anonymisierung ihrer Lebenswelt.
Mit der Auflösung traditioneller Milieus scheint die für großstädtisches Leben entscheidende Balance von
Freiheit /Privatsphäre einerseits und Gemeinsamkeit / Verbindlichkeit andererseits verloren zu gehen.